Amanal Petros schafft den Hattrick beim 26. Christkindllauf in Wiedenbrück

Die Entscheidung, beim 26. Christkindllauf in Wiedenbrück zu starten, traf Amanal Petros (SV Brackwede) erst drei Tage vor dem Rennen. Der letztjährige deutsche 10 km-Straßenlaufmeister zeigte sich mit seinem Auftritt nach längerer Zwangspause zufrieden, denn er siegte auf der 10 km-Distanz aus dem vollen Training heraus zum dritten Mal in Folge in 31:29 Minuten vor Robiel Weidenmichael (SuS Westenholz, 31:36 Min.) und Nicolai Riechers (OTB Osnabrück, 32:52 Min.).

„Ich bin beim Christkindllauf gestartet, weil bei der Veranstaltung immer solch eine tolle Stimmung herrscht. Zudem wollte ich wieder einmal das Wettkampffeeling genießen und wissen, was ich drauf habe", erklärte Petros.

Der 23-jährige Sportsoldat, der im kommenden Jahr für den TV Wattenscheid startet, befindet sich nach einer Handverletzung, die er sich vor dreieinhalb Monaten im Rahmen seiner Bundeswehr-Ausbildung bei einem Sturz zugezogen hatte, erst seit knapp drei Wochen wieder im Training. Der Heilungserfolg verzögerte sich, weil sich seine Blessur zwischenzeitlich entzündete. Die Unterbrechung nutzte der zukünftige Wattenscheider, um seine Familie in Äthiopien, die er sechs Jahre nicht gesehen hatte, zu besuchen.

Amanal Petros ist wieder hochmotiviert. „Es war für mich nicht einfach, nach einer so langen Pause das Training wieder aufzunehmen. Ich werde jetzt aber hart arbeiten, um möglichst schnell wieder an meine Leistungen anschließen zu können beziehungsweise diese im kommenden Jahr noch zu steigern.“ Am letzten Tag des Jahres wird er voraussichtlich beim Silvesterlauf Werl/Soest starten, weil er zu dieser Veranstaltung eine kurze Anreise hat. Zudem möchte er bei dieser Traditionsveranstaltung seinen Vorjahreserfolg über 15 Kilometer in 45:51 Minuten wiederholen.

Bei den Frauen setzte sich die Favoritin Michelle Rannacher (DJK Gütersloh) nach einem starken Finish in 36:18 Minuten vor Franzi Bossow (TSVE Bielefeld, 36:38 Min.) und Daniela Wurm (SG Wenden, 37:17 Min.) durch. „Es war für mich eine besondere Ehre, hier mit der Startnummer eins laufen zu dürfen. Die hebe ich mir auf jeden Fall auf,“ sagte die 24-jährige Gartenbau-Ingenieurin, die bereits Anfang November mit ihrem Titelgewinn bei den NRW-Halbmarathon-Meisterschaften in Gütersloh in der neuen persönlichen Bestzeit von 1:18:39 Stunden überzeugte.

DLV-Silber für Jochen Heringhaus

Mit 1.146 Starterinnen und Startern hatte der Lauf, der über den Weihnachtsmarkt in Wiedenbrück führte,  trotz des starken Regens eine gute Resonanz. Die Veranstaltung war nach Eröffnung des Online-Portals am 10. Oktober bereits nach 2:20 (!) Minuten ausgebucht.

Vor dem Startschuss zeichnete der westfälische Laufwart Mathias Schwenke Jochen Heringhaus mit der Silbernen Ehrennadel des Deutschen Leichtathletik-Verbandes aus. Der deutschlandweit bekannte Ansager kommt in seinem 30. Moderationsjahr auf mehr als 3.000 Veranstaltungen.